Röhr + Stolberg fertigt für das Forschungszentrum Jülich
Die Firma Röhr + Stolberg GmbH hat kürzlich eine komplexe Abschirmeinrichtung für das Forschungszentrum Jülich realisiert.
Die Abschirmung aus Blei und Borcarbid wird für das DNS, ein Kristallflugzeitspektrometer benötigt. In einem abgeschirmten Bereich, der so genannten Monochromatorburg, wird hier Strahlung nach ihrer Wellenlänge aufgespalten. Die Erkenntnisse dienen der nuklearen Grundlagenforschung beispielsweise zum Verständnis von Ordnungsphänomenen der Materie oder komplexen Prozessen des Magnetismus. Das DNS wurde bereits 2009 von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich entwickelt und wird in der Neutronenleiterhalle des Forschungsreaktors der Technischen Universität München betrieben. 2014 wird der Neutronenleiter am DNS gegen ein neues Bauteil mit einer höheren Intensität ausgetauscht, was eine bessere Abschirmung erforderlich macht. Die Abschirmung besteht aus 8 cm boriertem Polyethylen, 0,5 cm Borepoxy und Bleikomponenten in einer Dicke von bis zu 23 cm. Die Besonderheit der Konstruktion besteht in der schwenkbaren Bor-PE-Abschirmung im Neutronen-Ausgangbereich. Die dahinterliegenden Bleitore werden mit einer pneumatischen Vorrichtung betrieben.


